Vorneweg... der Fehler der UBS ist es nicht, wenn die Verträge mit ihr zu ungunsten der Steuerzahler gemacht wurden. Man pumpt nicht einfach mal eben 6 Milliarden CHF in eine Bank, ohne als Aktionär tätig zu werden und weitere Bedingungen daran zu knöpfen. Man lässt es auch nicht zu, dass Boni ausbezahlt werden, solange die Bank auf staatliche Hilfe angewiesen ist und, dies der Hauptpunkt, die Bank ein Minus ausweist. Ein Minus im Ergebnis heisst nichts anderes, als dass das Team versagt hat und die Teamplayer damit kein Anrecht auf einen Bonus haben.
Aber, unsere Finma scheint da anderer Ansicht. Wieso frage ich mich nicht mal mehr. Der Präsident der Finma hat bei der UBS gearbeitet und der Vize war in der Bankenkommission. Die Finma selber wird von den Banken finanziert..... Kennt Ihr das Sprichwort, beisse nicht die Hand die dich füttert? Das könnte hier gerade so hinkommen.
Da ist es wohl auch verständlich, wenn ich absolut dafür bin, dass dem Bundesrat die finanziellen Befugnisse beim Notrecht massivst beschnitten werden. Bereits bei der Swissair hat er versagt und hunderte von Millionen in den Sand gesetzt, nur um die Swiss dann für einen symbolischen Betrag an die Lufthansa zu verscherbeln.
Bei der UBS greift der Bundesrat wieder in das Marktgeschehen ein, weigert sich aber den Marktregeln zu entsprechen und für das eingesetzte Geld entsprechenden Einfluss geltend machen zu können in dem der Bund entsprechende Aktien zeichnet.
Ich würde sagen, als Wirtschaftsgrössen kann man unsere Bundesräte nicht wirklich bezeichnen. Auch nicht als Führungspersönlichkeiten.... sie sind halt einfache Leute mit einem grossen Lohn.
Beitraege


Tracked: Feb 06, 11:46