Quelle: Migros Magazin. Da steht, dass wir in diesem Jahr 100'000 Tonnen an Getreide für alternative Energien benutzen. Gleichzeitig verhungern Menschen, weil wir ihr Essen in den Tank stopfen. Früher der Tiger, heute das Korn.
Was erlauben wir uns eigentlich? Wir, die Krone der Schöpfung lassen Menschen verhungern, damit wir unseren Luxus weiterhin ungeniert Leben können. Wie viele Menschenleben ist ein Auto wert, mit wie vielen Menschenleben bezahlen wir billige Kleider und eine warme Wohnung? Wie viele Kinder müssen sterben, bis ein Irgendwer einen schönen Brillantring am fetten Fingerchen hat?
Ich bin ein hoffnungsloser Idealist? Nein, ich denke, ich werde immer mehr zum realistischen Menschen. Ich verzichte nicht gerne auf meinen Luxus, aber ich überlege mir immer mehr, ob ich Teile davon wirklich brauche. Ich verzichte auf das Auto, wo ich es früher noch ungeniert verwendet habe, ich fahre (meistens) vorausschauend um Treibstoff zu sparen. Ich lösche das Licht und kaufe Max Havelaar-Bananen. Ich schaue mir an, woher ein Produkt kommt und versuche, saisongerecht einzukaufen. Nicht immer mache ich das richtig, aber ich gebe mir Mühe. Alleine wenn wir alle uns ein bisschen Mühe geben und auf die Herkunft der von uns gekauften Artikel achten können wir viel Bewegen.
All den faulen Hunden sei gesagt, es gibt keine Ausreden wie "Das hilft ja doch nicht, wenn nur die kleinen mitmachen". Die Kleinen machen den Umsatz in den Läden!
Also, sie kein Frosch und mach mit. Schritt für Schritt, Du musst Dein Leben nicht gleich auf den Kopf stellen.
Beitraege


Erst einmal Glückwunsch zu deinem interessanten Blog. Zu diesem Artikel: Meine Antwort wäre seitenlang, deshalb ganz kurz nur. Es ist an dem, dass du einem verbreiteten Trugschluss erliegst. In Afrika verhungern Leute nicht deshalb, weil "wir" Getreide verbrennen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, so verlockend der Zirkelschluss auch ist. Oder um ein anderes, einleuchtenderes Beispiel zu bringen: Es wird ja auch viel vom Wassersparen bei uns gesprochen. Grundsätzlich habe ich keine Einwände und unterstütze dies auch. Nur: Wenn ich einen Liter Trinkwasser "spare", gibt es deshalb in Elendsgegenden nicht einen Liter Trinkwasser mehr.
Sprich: Es existieren keine Zusammenhänge.
Menschen hungern nicht deshalb, weil wir deren Essen wegfuttern, sondern, weil sie in miserabel geführen Staaten leben. Guck dir mal die Rangliste der wirklich reichen Staaten an. Sämtliche dieser Staaten sind kapitalistische Gesellschaften, in denen Hunger ein Fremdwort ist.
Und dann guck dir die armen Staaten an: Sämtliche davon sind "sozialistisch" geführt.
Hier besteht ein klarer Zusammenhang: Kapitalismus ist nicht das Grundübel, sondern die einzige Lösung! Sozialismus ist das Übel, nicht die Lösung!
Mir ist bewusst, dass ca. 99% aller Menschen meinen Kommentar pervers finden würden, aber es ist nun mal die unbequeme Wahrheit.
Den Kommentar finde ich überhaupt nicht pervers und zu einem kleinen Prozentsatz gebe ich Dir Recht. Allerdings ist es nicht das gleiche, ob ich zu Hause ein halbes Brot wegwerfe oder ob ich Treibstoff aus Getreide verbrenne.
Der Treibstoff ist dermassen uneffizient, dass wir riesige Anbauflächen benötigen würden. Das verteuert den Anbau resp. das Produkt selber (Angebot