Man liest es sogar in der renommierten Süddeutschen Zeitung, von unserem Bundesrat und den Gebrüdern Timmer, von der CIA und dem Hickhack in unseren Gewalten, der Exekutive und der Judikative. Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als auch meinen Senf dazu zu geben. Auch wenn ich momentan eher Italiener als Schweizer bin und fürchten muss, dass ich wegen Einmischung in innere Angelegenheiten vorverurteilt und in die USA abgeschoben werde.
Es war einmal, da verkaufte ein Pakistaner Atombombenpläne nach Iran und Nordkorea... und gleich eine schlüsselfertige Anlage nach Lybien. Allerdings ging der letzte Deal schief und die USA als Hüter der Weltmoral resp. Weltsicherheit haben die entsprechenden Teilchen schwupps unter ihre Fittiche genommen. Man munkelt, dass dabei auch drei Schweizer involviert waren. Vater und Söhne Tinner. Munkelt man... zumindest in den Schweizer Zeitungen und in der Eingangs angesprochenen Süddeutschen Zeitung.
Bei Vater und Söhnen Tinner wurde einiges an recht brisantem Material gefunden, unter anderem Pläne zum Bau einer Atombombe. Nichts besonderes, zugegeben. Die kann man auf jedem gut sortierten orientalischen Basar kaufen. In der Schweiz ist das aber noch eher selten, auch wenn ich mir da ein neues Geschäftsfeld für die UBS vorstellen könnte. Der Schweizerische Bundesrat (zu vergleichen mit der Regierung in D / A) hat nun vor ein paar Jahren die Vernichtung dieser Akten angeordnet und auch durchführen lassen. Notabene in einem laufenden Strafverfahren und gegen die Anordnungen der richterlichen Instanzen. Berufen hat sich der Bundesrat dabei einmal mehr auf Notrecht wegen Gefährdung der inneren / äusseren Sicherheit der Schweiz.... hüstel.
Wieso genau konnte der Bundesrat nicht erklären, Gerüchteweise sollen die USA und dahinter stehend der CIA erheblichen Druck auf die Schweiz ausgeübt haben, damit die Akten vernichtet werden.
Nun sind allerdings Kopien der ach so gefährlichen Akten aufgetaucht... man stelle sich vor, die wurden nicht in einem Tresor gelagert und NICHT gestohlen... und das ganze Theater beginnt von vorne. Der Bundesrat will vernichten, die Judikative (nicht irgend ein Bezirksrichterchen sondern das Bundesstrafgericht!!) möchte die Akten als Beweismittel im Fall Tinner haben und danach vernichten.
Warum nun der Bundesrat ein Theater veranstaltet und die Akten a priori vernichten will, darüber streiten sich die Reporter. Das heisst, eigentlich streiten sie nicht sondern sind sich fast einig, dass dahinter wiederum die USA / der CIA stecken, die ihre "Agenten" Tinner damit schützen wollen. Keine Akten, keine Beweise, keine Verurteilung.
Meine Meinung? Ich denke, der Bundesrat zieht hier den Schwanz ein und stellt die Schweiz wieder einmal als eine Bananenrepublik hin. Die sieben Zwerge sollten sich endlich Rückgrat zulegen und zu unseren Werten stehen. Was sind wir, wenn wir hundert Seiten Papier nicht über ein paar Monate sicher verwahren können? Selbst die IAEO hat nichts dagegen einzuwenden.
Eine andere Variante ist, der Bundesrat ist käuflich....
ps. evtl. könnten wir in einem gleichen Durchlauf die Kundendaten der amerikanischen Kunden der UBS schreddern?
p.ps. Wo ist eigentlich die ach so stolze SVP? Keine Sau aus der sonst so vorlauten Partei meldet sich zu Wort... wie auch aus den anderen Parteien nicht!
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Tamara von BONZ bloggt