Also, es begab sich vor langer langer Zeit, dass im Literaturcafé.de ein Artikel geschrieben wurde über "alle namhaften Autorenverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz" die "mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit" treten wollten. Doch bereits im Vorfeld sei der "Entwurf offenbar im Vorfeld der Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe zugespielt worden" und der Verlag habe die "Muskeln spielen" lassen und habe "versucht, die Autorenverbände einzuschüchtern". Der Verlag habe via "Rechtsanwalt per Fax mit juristischen Schritten" gedroht "falls diese die Erklärung unterzeichnen" würden. Über diesen Vorfall haben sogar der Österreichische Standard und die Balser Zeitung berichtet. Komischerweise ist in der Onlinepublikation des Standard der Artikel nur noch ansatzweise zu finden:
von Redaktion | 16. April 2008, 11:44
Deutschsprachige Autorenverbände wollen vor Publikationen in "Selbstzahlerverlagen" warnen - "Frankfurter Verlagsgruppe" will dagegen vorgehen
Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Den Artikel in der BAZ habe ich nicht mal mehr im Archiv gefunden.... sowas aber auch? Sei es drum, am 16. April 2008 um 23:40 Uhr schreibt die Redaktion des Literaturcafé:
Da die Verlagsgruppe bereits Website-Betreiber aufgrund kritischer Meinungsäußerungen in den Nutzerkommentaren abgemahnt hat, wollen wir uns diesem Risiko nicht aussetzen, sodass wir die Kommentare für diesen Beitrag leider schließen müssen.
Wow... finde ich wieder mal echt stark, was man mit Hilfe des sogenannten Rechts machen kann. Ich bin eigentlich der Meinung, das grenzt an Nötigung, wenn man seine eigene Meinung nicht mehr äussern darf.
Weiter Artikel zum Thema:
http://www.literaturcafe.de/frankfurter-verlagsgruppe-will-weiter-gegen-wikipedia-klagen/
http://www.literaturcafe.de/fairlag-erklaerung/ >> aber auch hier:
Hinweis: Da die oben erwähnte Verlagsgruppe bereits Website-Betreiber aufgrund kritischer Meinungsäußerungen in den Nutzerkommentaren abgemahnt hat, wollen wir uns diesem Risiko nicht aussetzen, sodass wir die Kommentare für diesen Beitrag leider geschlossen lassen müssen.
Was Feige erscheint kann übrigens reiner Überlebenswille sein. Ob der gerechtfertigt ist oder nicht lässt sich aus der Ferne nur schwer sagen... aber etwas mehr Mut zur eigenen Meinung wünsche ich den Betreibern des Literaturcafé's schon...
http://www.literaturcafe.de/namhafte-schriftsteller-fuehlen-sich-getaeuscht/
Hinweis: Es liegt nicht in der Absicht des Literatur-Cafés, dass die Verlagsgruppe durch subjektive Meinungsäußerungen von Lesern im Ruf geschädigt wird. Daher haben wir die Kommentarfunktion für diesen Beitrag geschlossen und einen Kommentar gelöscht.
Ein bisserl feige sind sie aber schon, findet Ihr nicht?
http://www.literaturcafe.de/verbotener-artikel-jetzt-online/
Dieses mal MIT Kommentarfunktion... das ist was ganz neues?
Scheinbar haben diverse Betreiber von Webseiten eine Heidenangst vor der Firma (oder sollte ich besser sagen Holding?) Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe und deren Rechtsvertretern. Oder sie haben zumindest Angst gehabt. Wer und was diese Holding ist und deren Geflecht an Firmen, Verbänden und Webseiten (2) kann man in diesem pdf nachlesen, welches auch auf der Website des Autorenhaus-Verlag veröffentlicht worden ist.
Man bilde sich seine Meinung und übe seine Macht als Konsument aus. Wenn notwendig, meine ich.
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